Die Inselburg

Galve See, Trakai
GPS:  54°39’08.6″ N, 24°56’01.4″ E
Kassen:
Tel.: + 370 528  53 946
Fax: + 370 528  55 288
info@trakaimuziejus.lt
www.trakaimuziejus.lt


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Galvėssee, Trakai

Eintrittskarten:
für  Erwachsene  ~ 8 Euro, für Schüler und Studenten ~ 4,00 Euro. 

Führungen (1 St.) auf Vorbestellung ~18 Euro (buchen: gidai@trakaimuziejus.lt) Gruppen bis 30 Personen.

Das Museum ist geöffnet:
Mai – September:  Montag – Sonntag: 10.00 – 19.00 Uhr
Oktober: Dienstag – Sonntag: 10.00 – 18.00 Uhr
November – Februar: Dienstag – Sonntag: 9.00 – 17.00 Uhr
März – April : Dienstag – Sonntag: 10.00 – 18.00 Uhr
Kassenschluss  – 30 Minuten vor Schließung.
Jeden letzten Sonntag des Monats Eintritt in alle Trakai Museum – Inselburg, Sakralar –  und Karaiten Austellungen ist frei und kostenlos.
www.trakaimuziejus.lt

Die meistbesuchte Sehenswürdigkeit in Litauen ist die malerisch gelegene Wasserburg von Trakai, unweit von Vilnius. Trakai war die mittelalterliche Hauptstadt Litauens und im 14. und 15. Jahrhundert Residenz der litauischen Großfürsten, noch bevor Vilnius zur Hauptstadt wurde. Die Großfürsten Kęstutis und sein Sohn Vytautas begannen am Ende des 14. Jahrhunderts mit dem Bau zweier Burgen in Neu-Trakai  inmitten eines Seenlabyrinths. Man nutzte die natürlichen Vorzüge solcher Wasserburgen gegen die ständigen Angriffe der deutschen Ordensritter, die zuweilen auch versucht haben, auf dem Weg gen Vilnius Trakai zu umgehen.

Die Inselburg im Galve-See war die Hauptresidenz der Großfürsten vom Ende des 14. bis Ende des 15. Jahrhunderts. In jener Zeit wurden hier hohe Gäste empfangen, die gewöhnlich in der nahe gelegenen zweiten Burg, der sog. Halbinselburg (heute Ruine) untergebracht wur- den. Ein Dutzend Mal war z.B. der Vetter des Großfürsten Vytautas, der polnische König Jogaila (poln. Jagiello) hier zu Gast. Vytautas selbst starb 1430 in Trakai, noch bevor es ihm gelungen war, sich zum König Litauens krönen zu lassen.
Er war gemeinsam mit seinem Vetter Jogaila der Sieger der Schlacht von Tannenberg 1410 gegen den Deutschen Orden. Die- ser Sieg nahm den militärischen Druck auch von Trakai. Bald danach hatte die Wasserburg Trakai ihren Verteidigungscharakter verloren und wurde bereits im 16. Jahrhundert als Gefängnis für Edelleute genutzt. 1655 wurde sie ebenso wie die Halbinselburg beim Angriff der Russen zerstört und nicht wieder aufgebaut. Erst im 20. Jahrhundert machte man sich – nicht zuletzt aus Nationalstolz – daran, die einst wichtigste Burg der litauischen Groß- fürsten wieder aufzubauen. Dies dauerte bis Ende der 80er Jahre und teilweise musste ganz neu aufgemauert werden, da einfach nichts mehr vorhanden war.
Die Wasserburg Trakai wurde sowohl aus Feldsteinen als auch aus Backsteinen erbaut. Die Hauptburg trennt ein tiefer Burg- graben von der großen Vorburg mit den Kasematten für die Burg- mannschaften. Über diesen Burggraben führte eine von der Hauptburg aus zu bedienende Zugbrücke. Der Graben ist heute trocken, da sich der Wasserspiegel des Galve-Sees inzwischen auf ca. 1,50 m gesenkt hat.

In der rekonstruierten Wasserburg ist heute eine historische Ausstellung über die Großfürsten und die Geschichte Trakais zu sehen.

Mehs: www.baltikum-tours.de


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