Die Kirche der Heiligen Apostel Pilypas und Jokūbas in Onuškis

Anschrift: Mokyklos Str. 2A, Dorf Onuškis, Kreisgemeide Trakai

GPS: 54°29’01.9″N 24°35’39.0″E


Extended map view

Diese Kirche steht im südlichen Teil des Städtchens Onuškis. Die erste Kirche wurde schon 1526 erwähnt. Man vermutet, dass sie Ende des 16. Jahrhunderts der evangelisch-reformierten Gemeinde gehörte, weil sie vom Eigentümer des Vorwerks Onuškis 1611 den Katholiken zurückgegeben wurde.

1655 ist die Kirche verbrannt. 1673 standen dort ein Pfarrhaus und ein neues Hospiz. Die Kirche wurde nach dem Jahr 1674 wiederhergestellt. 1797 war sie alt und verfallen, 1820 wurde sie teilweise repariert und 1823 ist sie eingestürzt. An derselben Stelle wurde in den Jahren von 1823 bis 1829 die heutige Mauerkirche aus Backstein und Feldsteinen auf die Initiative des Gutsherrn K. Šetkevičius gebaut.

Die Bewohner wünschten Gottesdienst in der litauischen Sprache, die vom Bischof 1832 beauftragte Kommission hat jedoch festgestellt, dass die Gemeindemitglieder zuhause zwar litauisch sprechen, jedoch polnisch beten und deshalb der Gottesdienst in der litauischen Sprache nicht erforderlich ist. Der Gottesdienst in der litauischen Sprache erfolgte teilweise ab dem Jahr 1893. Anfang des 20. Jahrhunderts war hier einige Zeit Kipras Petrauskas als Orgelspieler tätig.

Von 1927 bis 1939 war der Pfarrer Kazimieras Cibas. Er kümmerte sich um die Nüchternheit der Gemeindemitglieder und ihre religiöse und kulturelle Bildung und führte sorgfältig die Wirtschaft der Gemeinde. Von 1939 bis 1953 war hier der Pfarrer Nikodemas Švogžlys-Milžinas.

Die Hallenkirche des Spätklassizismus mit Merkmalen der Romantik hat einen rechteckigen Grundriss und einen Portikus mit 6 dorischen Säulen. Der Innenraum besteht aus 3 Schiffen. Zylindrische Deckengewölbe werden von 4 Säulenpaaren getragen. Ein Mauerzaun aus Feldsteinen und Backsteinpfosten umgibt den Kirchhof. Dort steht ein Holzglockenturm. Auf dem Kirchhof wurden am 14. Juni 1993 die Überreste von Donatas Malinauskas, dem Signatar der litauischen Unabhängigkeit und dem Verbannten vom Jahr 1941, sowie seiner Frau und Schwester (verstorben in Altai) beerdigt. An der Kirche gibt es einen alten mit Steinen gepflasterten Platz. Einst diente er als Marktplatz und jetzt finden hier Herbstmessen, Konzerte und andere Veranstaltungen der Gemeinschaft statt.

Diese Kirche wurde in die Route des Pilgerweges des Heiligen Jokūbas in Litauen aufgenommen.


Back
Font Resize